WWOOFing -mein Fazit

5 Wochen waren es jetzt, in denen wir gewwooft haben. 5 Wochen, in denen wir gute, aber auch schlechte Erfahrungen gemacht haben. Ich muss sagen, ich bin richtig stolz, dass wir es so lange ausgehalten haben!

Doch kurz noch zu unserem vorerst letzten WWOOFing Platz. Nachdem wir fast eine Woche in Wellington waren, sind wir jetzt in einem Vorort bei einer Familie gelandet. Ziemlich weit weg von der Zivilisation, aber das sind wir jetzt schon gewohnt! Das Ehepaar kommt ursprünglich aus Holland, sodass wir manchmal Probleme haben ihr Englisch zu verstehen. Das Haus ist eher nicht mein Stil, und wir wurden im “Schuppen” untergebracht, wo normalerweise der Sohn schläft. Inzwischen haben wir auch verstanden, dass man als WWOOFer manchmal die A****karte gezogen hat. Man ist halt “nur” ein WWOOFer.. Gearbeitet haben wir viel im Garten und es war nicht einfach die Frau zufrieden zu stellen. Ihre schlechte Laune haben meistens wir abbekommen. Etwas schade, da wir ja nur wollen, dass alle zufrieden sind!
Gestern Abend aber waren wir sehr darüber erstaunt, wie nett sie sein kann. Wir wurden mittags im Dorf rausgelassen um ein wenig zu bummeln und anschließend haben wir mit dem Mann bei einer Segelregatta mitgemacht. Viele hier sind total Bootsverrückt, was sich aber auch anbietet! Einen guten 7. Platz haben wir erschippert, wenn man bedenkt, dass wir noch nie bei einer Regatta mitgemacht haben 🙂
Gut gelaunt ging es dann zur Weihnachtsfeier im Bootshaus, wo es leckeres Essen gab und gute Musik!

Wir haben einige schöne Momente erlebt in den 5 Wochen. Aber ich muss sagen ich bin soo froh, dass es jetzt vorbei ist! Oftmals waren wir der Sündenbock für unsere Hosts und dann macht das ganze keinen Spaß! Ich habe es als sehr schwer empfunden, mit jemandem zusammen zu leben, der mich nicht kennt, und den ich nicht kenne. Man kann nicht einfach etwas machen, wozu man gerade Lust hat, weil man nicht weiß, ist das jetzt ok oder nicht.. Trotzdem hat uns die Zeit stärker gemacht und mein Englisch ist besser geworden, auch wenn ich noch etwa überfordert bin, das neue zu speichern und umzusetzen. Das dauert ein Weilchen..
Die nächsten Wochen geht es wieder ans Reisen! Sollte das Geld knapp werden, müssen wir es wohl nochmal versuchen mit dem WWOOFen, aber fürs Erste reicht es jetzt!

Vorweihnachtliche Grüße,
Euer freuleinSim

Es kann nicht immer alles gut laufen..

Angefangen hatte es bei unserem aktuellen WWOOFing Platz eigentlich ganz gut! Wir sind bei einer älteren Lady, namens Flo untergebracht. Das Haus ist groß und der Garten schön. In den ersten 3 Tage hat es wie aus Kübeln geschüttet, sodass wir (leider) nicht viel arbeiten konnten, da es drin im Haus nicht viel zu tun gab. Dann wurde es aber wieder schöner und wir konnten einiges im Garten arbeiten, wie Blumen pflanzen oder Unkraut jäten.
Am Wochenende habe wir sogar mit in das Ferienhaus der Tochter dürfen. Ein wunderschönes Haus, eine Stunde von hier entfernt. Es war sogar Finalist, im Wettbewerb der schönsten Häuser Neuseelands.

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Nur ein paar Meter vom Strand entfernt und direkt neben einem Hügel gelegen. Als ich am Sonntag morgens am Strand joggen war fand ich das:

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Ein toter Hai. Er war vielleicht so groß wie der Arm eines Erwachsenen. Am Nachmittag waren wir dann nochmal am Strand und waren geschockt, als wir 23 tote Haie fanden.

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Das war wirklich verrückt und ein krasses Erlebnis!
Zurück bei Flo im Haus, die nicht mit im Strandhaus war, hatte sie sich ziemlich verändert, mir gegenüber. Alles was ich mache, ist auf einmal nicht mehr richtig. Keine Ahnung wieso.. Aber so ist das nun mal, nicht alle Erfahrungen, die ich in Neuseeland machen werde sind gut. Das gehört dazu!
Vor allem jetzt in der Vorweihnachtszeit, vermisse ich meine Familie umso mehr, und es macht es nicht besser, wenn ich so viele schöne Bilder von Gutzle und Adventskalendern sehe. 🙂
Am Mittwoch geht es nach Wellington und wir haben erstmal 4 Tage Pause vom WWOOFen, bevor es zur nächsten Familie geht..

Eine schöne Adventszeit wünscht
Euer freuleinSim

Unser erster “Job”

“Job”. “Job”? Job ist Job aber warum in Anführungszeichen?
Ganz einfach. Bei unserem “Job” verdienen wir kein Geld. Wir WWOOFen, das heißt wir arbeiten bei einer privaten Familie 4-5h am Tag und dürfen dafür kostenlos wohnen und essen.
An sich ist das eine super Sache! In den ersten 6 Wochen hier in Neuseeland sind wir nur gereist und haben einen Haufen Geld für Hostels und Essen ausgegeben. Das hat sich jetzt geändert und unser Konto atmet auf.
Bis wir unseren ersten WWOOFing Job gefunden haben hat es gefühlt ewig gedauert. Wir haben die Mitgliedschaft gleich am 2. Tag in Auckland abgeschlossen und seitdem in jedem Ort in dem wir waren rum telefoniert und Emails geschrieben, aber immer hieß es: Nein, wir sind ausgebucht. Langsam hatten wir die Hoffnung schon aufgegeben. Aber dann hieß es endlich ja, wir brauchen euch!
Gelandet sin wir in einem kleinen Dorf vor Gisborne, an der Ostküste Neuseelands. Die Familie bei der wir wohnen dürfen ist super lieb! Die Eltern Susann und Greg und die Kinder Jack, Charlie und Eva. Wir wohnen in einem kleinen Wohnwagen der vor dem Haus steht.

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Nicht gerade groß und nachts kann es ganz schön kalt werden, aber ausreichend. Tagsüber halten wir uns immer im Haus auf, das wirklich hübsch ist!

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Unsere Arbeit in den letzten Tagen war ziemlich anstrengend! Wir mussten die Fensterrahmen am Haus innen sowohl als auch außen mit Schmirgelpapier abschleifen und neu lackieren. Das geht ganz schön in dem Arm und am Abend waren wir immer richtig kaputt! Meistens arbeiten wir von 10 bis 15 Uhr. Hört sich nicht lange an, ist es aber 😀
Doch die Arbeit lohnt sich! Das Abendessen ist jeden Tag ein Festmahl und es ist schön nach 1 1/2 Monaten selber kochen mal wieder bekocht zu werden!

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Außerdem ist unser Haus ungefähr 5 Minuten vom Strand entfernt. Wir sitzen oft nur da und schauen den Surfern zu.

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In dieser Familie sind wir noch bis ungefähr Sonntag, dann geht es zum nächsten WWOOFing Job nach Napier. Bis Weihnachten sind es jetzt wir, die ausgebucht sind.

Euer freuleinSim